TAMING OF THE DEMONS

Project of the Summer Academy Venice 2020

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TAMING THE DEAMONS

Since it is now certain that the "International Summer Academy for Fine Arts and Media Venice" will not take place this year, we want to postpone our program for this year to 2021. The starting date is therefore Sunday June 20, 2021.

But there is an alternative project for 2020:

Since there will probably be no vernissages, no art fairs, no biennials for a long time, the usual exchange about art comes to a standstill. Many art fairs go online, but since a fair is a social event, it doesn't really work.

As the International Summer Academy, we have developed a presentation format with the Saturday shows, which is based on topics as well as on the art master classes. We want to use this format to compile a presentation of our 100 best artists in the current “time of silence.”

We suggest the theme "Taming the Deamons." We propose to show how each of us can name his/ her unspeakable demons, fears and sinister feelings that may currently surround us. We are able to express them in painting, literature, photography or dance. And once the demons are named, they are also tamed. Now is the time to fully expand on this wonderfulpower of art.

It doesn't necessarily have to be works that have been created now, but works from the past can also be used on this subject. An example is available at my blog Learning from the crisis?, an example of the format is available at the link to the catalogue “100 Artists of Tomorrow."

Arranged according to art disciplines, we will then present the 100 best works in an internet catalog or an online tour and send them to gallery owners, museum directors and art critics.

We therefore invite all previous participants in the International Summer Academy Venice to participate in this call. It is a chance to make yourself better known internationally as an artist as well as to the Summer Academy itself. The deadline for contributions is April 30, 2020.

When everything comes to a standstill, essential works remains. We want to show this to as many people as possible.

Aderhold, Detlef E.

 

In Zeiten großer Veränderungen und nicht vorhersagbarer Entwicklungen, in denen Gewissheiten infrage gestellt werden und haltgebende Strukturen wegbrechen, werden archetypischen Gefühle wachgerufen, personalisiert als Dämonen.

Detlef Aderhold 1 Catalyst 2 90 x 130cm mixed media on canvas 2017

Catalyst 2

Mischtechnik auf Leinwand, 90 x 130 cm, 2018

 

 

Detlef Aderhold 2 The End Of Something 90 x 90cm mixed media on canvas 2018

The End Of Something

Mischtechnik auf Leinwand, 90 x 90 cm, 2018

 

Detlef Aderhold 3 Cloudwalker 90 x 90cm mixed media on canvas 2017

Cloudwalker

Mischtechnik auf Leinwand, 90 x 90 cm, 2017

Der Läufer über oder inmitten der Wolken, ist er in einem Traum, schlafwandelt er? Ist es zunächst ein schöner Traum für ihn, wird er zu einem Albtraum? Sieht er denn nicht, was sich über ihm zusammenbraut? Ist er ausgezogen, die Dämonen zu bekämpfen? Was ist mit den Gestalten am Boden, sind sie völlig unbeteiligt oder sind sie Beobachter des Wolkenläufers?

 

Detlef Aderhold 4 Facing 3 90 x 90cm mixed media on canvas 2018

Facing 3

Mischtechnik auf Leinwand, 90 x 90 cm, 2018

 

Detlef Aderhold 5 Makes My Eyes Rain 90 x 110cm mixed media on canvas 2014

Makes My Eyes Rain

Mischtechnik auf Leinwand, 90 x 110 cm, 2014


Weltende

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehen entzwei
Und an den Küsten - liest man - steigt die Flut.
Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.
Jacob van Hoddis

 

Detlef Aderhold 6 An End Has A Start 150 x 150cm mixed media on canvas 2015

An End Has A Start

Mischtechnik auf Leinwand, 90 x 90 cm, 2015

“A foreboding scene unfolds center-stage: a tower of black smoke billows upward from deep within the recess of a well. Something subterranean is smoldering.” Eric Sutphin

 

Bachinger, Ernst

Ernst Bachinger Artist EB CORONA I Wir wanken aber wir weichen nicht 90 x90 Acrylic on Canvas mixed Media 2020

CORONA I

Wir wanken aber wir weichen nicht

90 x90 Acrylic on Canvas mixed Media 2020

 

Ernst Bachinger Artist EB GHOSTS 90 x90 Acrylic on Canvas mixed Media 2018

GHOSTS

90 x90 Acrylic on Canvas mixed Media 2018

 

Ernst Bachinger Artist EB SHOW ME YOUR EMOTIONAL TRASH 90 x90 Acrylic on Canvas mixed Media 2020

SHOW ME YOUR EMOTIONAL TRASH

90 x90 Acrylic on Canvas mixed Media 2020

 

Brandl, Corinna

lebt als Künstlerin in Bernau am Chiemsee.

 

Pegasus 1 Corinna Brandl 2017 

 Pegasus (2017)

Bei „Pegasus,“ einer großen Papierarbeit in reduzierter Farbpalette (schwarz-grau-weiss), ist ein archaisches Tierwesen, halb Mensch - halb Tier, mit dämonenartigen Zügen zu sehen, das standhaft im Bild steht und sich durch nichts vertreiben läßt.

 

 

All that Jazz 2020 Corinna Brandl 100 x 100 cm

„All that Jazz“ (2020)

Bei „All that Jazz“ ist eine Saxophon Spielerin abgebildet, die in voller Hingabe ihre Musik spielt. Aus ihrem Saxophon steigen die Dämonen empor, die gebannt zur Musik tanzen und sich allmählich taumelnd auflösen und verschwinden.

 

Engel 2017 Corinna Brandl

Unschuldsengel (2017)

In diesem Bild „Unschuldsengel“ ist nicht ein klischeehafte, süßliche, pausbackiger Barockengel zu sehen,   sondern eine Gesicht mit weiblichen Zügen und knallroten Kussmund. Der ambivalente Blick erinnert an Verführung und Unschuld zugleich. Ist das ein Egel? Oder doch eher ein dämonenhafter Engel, der sich durch die Hintertür eingeschlichen hat und nicht so leicht zu bändigen oder zu vertreiben ist?

 

Berührung vertreibt Dämonen 2019 Corinna Brandl

Berührung vertreibt Dämonen (2019)

Zwei Menschen, die sich verliebt anschauen, werden von Dämonen verschont. Die linke Gestalt berührt mit großer Zartheit den Geliebten in der rechte Bildhälfte. Hier ist kein Platz für Dämonen. Die Liebe vertreibt Dämonen.

 

Musik vertreibt Dämonen Corinna Brandl 2019

Musik vertreibt Dämonen (2019)

Der Luftgeist „Ariel“ aus Shakespeares „Der Sturm“ erscheint hier als Flötenspieler. Die dunklen Schatten in der einen Gesichtshälfte und seine schwarzumrandeten Augen lassen ihn in gewisser Weise dämonenhaft wirken. Ist er ein Zwitterwesen? Schafft er es, die Dämonen mit seiner Musik zu bändigen, wie es einst der Rattenfänger zu Hameln tat?  

 

ÜBER MEINE KUNST: Als Künstlerin treibt mich die Lust und Freude an der Malerei. Ich arbeite meist großflächig und gestisch expressiv, vermische figürliche und abstrakt-expressive Elemente. Es dominieren starke kräftige Farben, die mit breiten oder schmalen Pinselstrichen, meist in mehreren Schichten, auf zart lasiertem Hintergrund auf Leinwand oder Papier aufgetragen werden.

Von Musik und Bewegung inspiriert benütze ich oft in tänzerischer Weise Finger, Hände und gelegentlich auch den gesamten Körper, um Linien und Farben auf die Bildfläche zu übertragen. Während des Malens befinde ich mich zeitweise in einem tranceartigen Zustand, in dem ich mit archaischen, archetypischen und mythologischen Themen in Berührung komme. Daraus entwickeln sich die menschlichen Figuren, Fabelwesen und archaischen Tiergestalten in meinen Bildern.

Geprägt von der Bildsprache des 20. Jahrhunderts ( wie Pablo Picasso, Max Beckmann, De Kooning, Cy Twombly) können auch Elemente von alten Felszeichnungen, von romanischen Fresken, oder Einflüsse von Giotto, Piero della Francesca und Caravaggio wie auch bildnerische Elemente von Mangas, Cartoons und Streetart in meine Bilder einfließen.

www.corinnabrandl.com

 

 

Clausen, Nelly & Ute

Ute Nelly Clausen

Dieses Bild wurde schon im letzten Jahr gemeinsam gemalt, was sich nicht als einfach gestaltete, da Mutter und Tochter sich immer in dem Konflikt zwischen Nähe und Abgrenzung/Loslösung befinden und Kinder in der Regel nicht so werden wollen, wie ihre Eltern aber schon aus genetischer Sicht und auf Grund der Sozialisation gar keine Chance haben so ganz anders zu werden. Wir haben um jeden Pinselstrich gerungen. Das Bild stellt diese Situation dar. Die Explosion in der Mitte zeigt den Konflikt zwischen Mutter und Tochter und die schwarzen Köpfe sind alle unterschiedlich aber doch irgendwie gleich. Man kann aber die jeweilige Köpfe einer Malerin zuordnen.

Teilnehmer der Meisterklasse Malerei in den Jahren  2015, 2016 und 2017